Honig als Heilmittel

Honig als Heilmittel

Die meisten kennen Honig als Brotaufstrich für ein leckeres Frühstück oder als Süßungsmittel und doch steckt im Honig viel mehr. Schon die alten Ägypter und die Griechen nutzten den Honig als Arznei- und Heilmittel und Hippokrates setzte in der Antike Honig bei der Behandlung von Wunden und Fieber ein. Er lehrte, dass Honig das Blut verdünne und kühle. Und doch erhebt Honig nicht den Anspruch eines Allheilmittels, leistet aber bei vielen Erkrankungen nützliche Dienste.

Am häufigsten kommt er wohl bei Erkältungskrankheiten zum Einsatz. Pur, in heißer Milch oder im Tee wirkt er entzündungshemmend. Die positiven Eigenschaften verdankt der Honig seinen wertvollen Inhaltsstoffen, denn neben dem energiereichen Zucker enthält Hönig viele Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Aminosäuren, die eine wichtige Nahrungsergänzung darstellen.
So schätzen Sportler Honig sehr, da er ihnen sowohl schnell als auch langsam verwertbaren Zucker liefert. Damit bildet Honig eine optimale Energiequelle für Höchstleistungen und der enthaltene Traubenzucker liefert einen raschen Energieschub. Außerdem macht Honig schön und wird schon lange in der Kosmetik eingesetzt.

Viele Pflegeprodukte enthalten Honig, da seine milden Säuren positiv auf den Säureschutzmantel der Haut wirken. Zudem bindet er Feuchtigkeit in der Haut und nährt sie mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen. Seine sanft reinigende Wirkung ist auf das Enzym Glucoseoxidase zurückzuführen und wird bei der Behandlung junger, unreiner Haut genutzt. Honig ist auch in der Behandlung von Wunden auf dem Vormarsch, so macht man sich seine antibakteriellen Eigenschaften bei chronisch infizierten Wunden zu Nutze.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Schwellungen nach kurzer Zeit zurückgehen und die Schmerzen abnehmen, zudem sind die Wunden nach wenigen Tagen annähernd steril. Die im Honig enthaltenen Zuckermoleküle entziehen den Bakterien in der Wunde das Wasser, wodurch die Bakterien absterben. Des weiteren fördert Honig das Wachstum von Fibroblasten. Hierbei handelt es sich um Zellen, die dem Gewebe eine feste Struktur verleihen. Durch die Fibroblasten heilt die Wunde gleichmäßig aus. Enzyme des Honigs regen die Tätigkeit von körpereignen Enzymen an, wodurch die Verdauung von abgestorbenen Hautzellen in der Wunde gefördert wird. Chronische Wunden verursachen oft unangenehme Gerüche, die mit Honig vermieden werden können.

Es wird vermutet, dass die Wundbakterien durch den Zucker im Honig zum Abbau von Kohlehydraten angeregt werden, wobei keine übel riechenden Schwefelverbindungen entstehen. Zudem schließt Honig die Wunde luftdicht ab. Die Bakterien tötenden Eigenschaften verdankt der Honig dem Wasserstoffsuperoxid, der durch die Bienen dem Nektar hinzufügt werden. Dieses Enzym hemmt die Vermehrung der Keime indem es deren Stoffwechsel schädigt. So nimmt Honig sogar auf Staphylokokken Einfluss, die häufig eine Resistenz gegen Antibiotikum ausbilden.

Die heilenden Eigenschaften des Honigs sind also sehr vielfältig, so wird bereits an der Herstellung von mit Honig imprägnierten Wundverbänden gearbeitet, die dann hauptsächlich in der Verbrennungsmedizin zum Einsatz kommen sollen.