Migräne Gesundheitsberatung - Petra Krause Paderborn

Migräne Gesundheitsberatung - Petra Krause Paderborn

MigräneGewitter im Kopf!Kopfschmerz nicht Migräne!Migräne nicht Kopfschmerz!„Den Körper verstehen lernen dadurch Ängste und Vorurteile abbauen“StatistikJeder 8. in Deutschland leidet unter Migräne14 Prozent Frauen 7 Prozent Männer ( Europa und USA)KopfschmerzartenPrimären Kopfschmerzen = Kopfschmerzen als KrankheitFehlinterpretation von Schmerzinformationen im Gehirn,bestimmte Nervenfasern werden fälschlich aktiviert MigräneSpannungskopfschmerzenClusterkopfschmerzen und noch viele andere.Sekundären Kopfschmerzen = Kopfschmerzen als SymptomErkältung Grippe Kopfverletzungen Nervenschmerzen Medikamentennebenwirkungen oder Medikamentenentzug etc.Definition „Migräne“Nicht jeder Kopfschmerz ist eine Migräneattacke.Die Kombination von Kopfschmerz und vegetativen Begleiterscheinungen (Übelkeit, Erbrechen u.s.w) sind typisch für Migräne.Die Art der Symptome kann sehr wohl von Attacke zu Attacke wechselnMigräneform 1Einfache Migräne (Migräne ohne Aura):frühen Morgenstundenpulsierend, pochend oder stechendhalbseitigSchmerzen immer stärkerÜbelkeit bis zum ErbrechenDauer ca. 4 – 72 Std.Schmerz mittelschwer bis stark (Stirn, Schläfen und Augengegend auch Hinterkopf u. Nacken)Migräneform 2Klassische Migräne (Migräne mit Aura):Neurologische Störungen gehen vorausSehstörungen, „blinder“ Fleck im Gesichtsfeld (Skotom), flimmernde ZackenBlitze, wandernde LichtpunkteDoppelbilderTaubheit u. Kribbeln in den GliedmaßenKurzzeitige Lähmungen,Gleichgewichts- u. SprachstörungenAufbau ca. 5 -15 Min.ca. 30 Min. vollständige ZurückbildungMigräneform 3Komplizierte Migräne ( Migräne mit verlängerter Aura):1.Ausfallerscheinungen wie bei der Klassischen, aber über 24 Std., selten bis zu einer Woche.Diese Form ist sehr selten.Frauen betroffen:RauchenÜbergewichtHormoneHäufigkeit MigräneattackeHäufigkeit:1 – 2 pro Jahr1 – 2 pro Monat50 % weniger als 1 im MonatDauer der MigräneattackeAuslöser einer Migräne Folgende Faktoren werden von Betroffenen genannt:Ernährung: z. B. Schokolade, Käse, Rotwein, Kaffee oder Tee. Auch das Weglassen von Mahlzeiten kann zur Migräne führen weibliche Hormone: Periode, hormonelle Verhütungsmittel Schlaf: zu viel oder zu wenig Schlaf Gefühlslage: Stress oder Entspannung nach einer stressreichen ZeitKörper: anstrengende Tätigkeiten Umwelt: Wetterumschwünge, helles Licht, Blitzlichter,Geräusche und starke Gerüche Um Ihre ganz persönlichen Migräne-Auslöser zu bestimmen, ist es vorteilhaft, ein Migräne-Tagebuch zu führen. Prodromalsymptome Vorboten: Vorboten:Reizbarkeit Depressive Verstimmung Konzentrationsschwäche Leistungsminderung Müdigkeit, Gähnen Antriebssteigerung Gefühl des Drucks im KopfSchwere im Kopf SchlafstörungenHeißhunger auf SüßesAbneigung gegen SpeisenStärkere Wahrnehmung von Gerüchen und GeräuschenVerstopfungSchlafstörungenWassereinlagerungAnschwellen von Füßen und Händen Verlauf eines Migräne-AnfallsDie typische Migräne gliedert sich in drei Bereiche, die meist auch einen zeitlichen Rhythmus bilden:Sie kündigt sich mit sogenannten Vorboten (Hinweissymptome) an, entwickelt sich weiter zu dem eigentlichen Kopfschmerz mit typischen Begleitsymptomen. „modifiziert nach H. Göbel, Kopfschmerzen und Migräne"Rückbildungsphase: Die Symptome nehmen ab, die Betroffenen fühlen sich müde und abgespannt. Bis zur vollständigen Erholung können weitere zwölf bis 24 Stunden vergehen.Typische BegleitsymptomeMigräne ist jedoch mehr als nur Kopfschmerz:Übelkeit / ErbrechenLicht- und Lärmempfindlichkeit sind häufige Begleitsymptome des Migränekopfschmerzes.Geruchsüberempfindlichkeit und AppetitlosigkeitCa. 15 % der Betroffenen haben vor Einsetzen des Kopfschmerzes Ausfallerscheinungen:Sehstörungen in Form von Doppelsehen Lichtblitze,Sprachstörungen und Schwindel. Diese Symptome verschwinden meist vollständig mit dem Einsetzen des MigränekopfschmerzesIn solchen Fällen spricht man von einer Migräne mit Aura. Migräne und Triggerfaktoren3 von 4 Migränikern wissen was eine Attacke bei ihnen auslösen kann.Betroffene können oft sogar 6 – 7 Auslöser benennen.StressHormonschwankungenHungerWetterwechselÄnderungen im Schlaf-Wach-RhythmusAlkohol und RauchenWie finde ich meine MigräneauslöserMigräne – Tagebuch führen: download www.dak.deMigräneanfallandere KopfschmerzenDauer in StundenIntensität des Schmerzespulsierend oder pochenddrücken oder dumpfÜbelkeit, Erbrechenlicht- u. lärmempfindlichStimmungslageArbeitsunfähigkeitMedikamenteneinnahme (Schmerzmedikamente)Zusätzliche Informationen für das Tagebuch:Verzehr best. NahrungsmittelAnstrengende Tage oder ErlebnisseNegativer Stress - Überforderung Positiver Stress – VorfreudeFrauen – MonatszyklusHormoneWetter: Föhn – Schwüle LuftdruckabfallStarke äußere Reize – helles Licht, flackerndes Licht, LärmMedikamenteneinnahme (z.B. Blutdruckmedikament usw.)Migräne - TherapieEine Migräne, die oft über Jahre besteht, ist nicht innerhalb von kurzer Zeit erfolgreich zu therapieren. Langfristig verspricht die Kombination aus medikamentösen und nicht medikamentösen Maßnahmen am meisten Erfolg.Entscheidend für die Therapiewahl sind Intensität und Häufigkeit der Migräneattacken.Eine medikamentöse Therapie für die Aurasymptomatik gibt es nicht.Welche Maßnahmen können Sie ergreifenAllg. Maßnahmen:Kopfschmerztagebuch:HäufigkeitDauerSchwereEinnahme von MedikamentenAuslösende Faktoren kennen und beseitigenUmorganisation im Haushalt und Berufmeiden migräneauslösender Stress – Situationenmeiden von Lebensmitteln, die eindeutig Auslöser sindHunger und Flüssigkeitsverlust meidenKampfsportart nicht mit maximalen Ehrgeiz betreibenLebensrhythmus und Essverhalten zum Wochenende nicht verändernWie können sie sich helfen ?Linderung durch:homöopathische MittelPhytotherapieErnährungstherapieSonstigesHomöopathieArzneien der Homöopathie lassen sich bei Migräne erfolgreich einsetzenAuswahl der Mittel wird exakt auf die seelische und körperliche Befindlichkeit des Einzelnen abgestimmt Erfolg der Therapie hängt ganz davon ab, ob es gelingt, die richtige Auswahl zu treffen und genau die Substanz zu finden, auf die der Körper ansprichtEine Selbstmedikation ist aus diesem Grund meist schwierig Es empfiehlt sich ein Besuch bei einem naturheilkundlich arbeitenden Arzt. Phytotherapie - Pflanzentherapie„Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“Auch hier gilt der Grundsatz des Arztes Paracelsus:"Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.„Jede Pflanze enthält Wirkstoffe, die dem menschlichen Organismus helfen können, lebenswichtige Prozesse zu stabilisieren oder gar aufrecht zu erhalten.Jeder reagiert anders auf Heilpflanzen.Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, da die meisten Heilpflanzenund Tees in Maßen genossen keine unangenehmen oder gar gefährlichen Nebenwirkungen haben.Geduld, da es über Nacht keine „Sofort – Wirkung“ gibt.VORSICHT bei bekannten Allergien gegen Pflanzeninhaltsstoffe!Teerezepte zur VorbeugungSchlüsselblumen – Tee (Primel)1 Teel. Schlüsselblumenwurzeln oder2 Teel. Schlüsselblumenblütenmit ¼ l Wasser zum Sieden erhitzen5 Min. ziehen lassen, abseihen2-3 Tassen pro Tag davon trinkenSchwarzer Johannisbeeren - Blätter – Tee1-2 gehäufte Teel. Blättermit kaltem Wasser übergießenlangsam erhitzensofort abseihen2 –3 Tassen pro Tag davon trinkenTeerezepte bei ÜbelkeitBasilikum-Bitterorangenblätter-Tee gemischt im Verhältnis 1 : 1Zubereitung: 1 Teel. der Mischung mit einem ¼ l kochendem Wasser übergießen10 Min. ziehen lassen, abseihen Bei Bedarf bis 3 Tassen tägl. Trinken.Pfefferminzblätter – Tee oderPfefferminzblätter + Melissenblätter - Tee gemischt zu gleichen TeilenZubereitung: bei beiden Tees gleich2 Teel. mit einem ¼ l kochendem Wasser übergießen15 Min. ziehen lassen, abseihenBei Bedarf eine Tasse schluckweise trinken.NICHT in der SCHWANGERSCHAFT!Aloe – Vera Wüstenlilie Ein Wunder der Natur!Entsäuern, Entschlacken, Entgiften und EntfettenAloe-Vera-Gel: (Barbadensis Miller)3 x 30 ml tägl. kurz vor den Mahlzeiten einnehmen. Große Wirkung kleiner AufwandWas können Sie noch tun:morgendliche Kalt / WarmduschenTrockenmassagen mit Bürsten oder HandschuheSaunabesuche Pro + ContraMehrmals wöchentl. Trainingsprogramm (Joggen, Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking) durchführenWas sie meiden sollten:Zigaretten, Süßigkeiten (Zucker), Alkohol, schwarzen Tee, Kaffee reduzieren oder meidenStress und Aufregung meiden, Terminkalender durchforsten und ein bis zwei Termin streichen!?Seelische Belastungen, Ängste und Sorgen ? beste Freundinunregelmäßiger TagesablaufEntspannungs- und PsychotherapieEntspannungsmethoden:Muskelentspannung nach Jacobsen = PMR Anspannen und entspannen der Muskulatur ( Wahrnehmung )Autogenes TrainingAutosuggestionTägl. mindestens 15 Min.YogaMeditationFernöstl. Methoden wie: Qi Gong Tai ChiPsychotherapie:Migräne ist keine psychische Erkrankung. Die Schmerzen können aber zu psychischen Veränderungen führen, welche eine Behandlung sinnvoll machen.SchmerzbewältigungstrainingFurcht vor der AttackeSchmerz unter Kontrolle zu bekommenVerhaltenstherapieGezielte Verhaltensweisen lernenPrioritäten setzenAufgaben delegieren lernenBelastende Situationen anders bewertenTipps für eine bessere NachtruheNicht zu früh ins Bett (Schlaf-Wach- Rhythmus beachten)Wieder aufstehen, wenn man nicht schlafen kannRuhige Tätigkeiten am späten AbendGedämpftes Licht macht müdeAutogenes Training lernenLangweilige Gute-Nacht-Lektüreabends leichte Mahlzeit, nicht zu spät, wenig aufputschende GetränkAbendspaziergang an der frischen Luft wirkt entspannendKeine Zweckenfremdung, das Bett ist zum Schlafen da (und für die schönste Sache...)Gesund durch BewegungSportliche Betätigung wirkt ausgleichend auf das belastete oder überlastete Nervensystem und entspannt die Seele.Bewegungs- und Sportarten wählen die Spaß machenbewegen Sie sich leicht und lockervermeiden Sie Überanstrengunglangsame TrainingssteigerungVerbesserung der Leistungen des gesamten Organismusaktiviert den KreislaufSauerstoff gelangt in die entlegensten Zellen aktive Bewegung schafft Beweglichkeit„Nicht jeder Tag ist gleich gut“Migräne – Diät ( Vitalkost )Vitalkostbes. gut bekömmlichpflanzl. betonte Vollwertkostnicht bes. reich an Rohkost Verdauungskraft für rohe Kost oft nicht ausreichendbasenbetonte Kosthoher Anteil : GemüseObstKartoffelnKräutern- KräuterteeMineralwasser mit wenig CO2Vollwertkostweniger Vollkornovo-lakto-vegetabil orientiertwenig Fleisch und Fischverzichtet auf:industriell vorbereitete Nahungviel FettSalzdenaturierte EiweißeZusatzstoffe „Ernährung ist nicht, was man isst, sondern was man verdaut“!Franz-X. Mayer Die Verdauungsorgane sind dem Ansturm verwertbarer Inhaltsstoffe nicht gewachsen. In Folge passiert etwas, was dem Stoffwechsel des Migränikers nicht besonders abträglich ist. Es entstehen Säuren in großen Mengen. Diese stören den Stoffwechsel der Gewebe unter Umständen so nachhaltig, dass die normalen Regulierungsvorgänge nicht mehr greifen.Im Kopf kann dies zu Migräneanfallen führen10 Regeln für vollwertiges „Essen und Trinken“ der deutschen Gesellschaft für Ernährung Diese sichern eine ausreichende Zufuhr aller lebensnotwendigen Nährstoffe:Vielseitig essenGetreideprodukte - mehrmals am Tag und reichlich KartoffelnGemüse und Obst - Nimm "5 mal" am Tag...Täglich Milch und Milchprodukte, einmal in der Woche Fisch - Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in MaßenWenig Fett und fettreiche LebensmittelZucker und Salz in MaßenReichlich FlüssigkeitSchmackhaft und schonend zubereitenNehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr EssenAchten Sie auf Ihr Wunschgewicht und bleiben Sie in Bewegung© 2000 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Die zehn Gebote für Kopfschmerzpatienten Vermeiden Sie die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln. Nur so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich, bis sie ganz darauf verzichten können. Versuchen Sie die Auslöser Ihrer Kopfschmerzen ausfindig zu machen und tunlichst zu vermeiden.Achten Sie auf regelmäßige Essenszeiten und meiden Sie jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin. Behalten Sie einen regelmäßigen Schlaf-Wachrhythmus bei, auch am Wochenende. Treiben sie regelmäßig Ausdauersport und EntspannungstrainingSetzen sie sich selbst auch nicht unter Druck. Wenn es Ihnen zu viel wird, lassen Sie auch mal "fünfe gerade sein". Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen; lernen Sie, auch mal NEIN zu sagenFreunden oder ein spontaner Kurzurlaub können Wunder wirken. Vermeiden Sie starke Aufregungen wie Streitgespräche und aufwühlende Filme oder Fernsehsendungen. Haben Sie Geduld. Behandlungserfolge brauchen Zeit, manchmal MonateFühren Sie ein Schmerztagebuch zur Kontrolle. Quelle: Stiftung KopfschmerzArztbesuchWenn Kopfschmerzen nach einem Unfall auftretenWenn Kopfschmerzen immer wiederkehrenKopfschmerzen mit hohem FieberWenn sich der Schmerz verändertBei psychischen Veränderungen, die zusätzlich zu den Kopfschmerzen auftreten, zum Beispiel bei einer Verringerung der Gedächtnisleistung oder starken StimmungsschwankungenBei Schmerzen die immer stärker werden und immer häufiger auftreten

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